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TaxSim Das Kunstverkaufspreissimulationsprogramm für den PC von Olaf Zimmermann >>> DOWNLOAD <<<
Anders als in unserem Wirtschaftssystem sonst üblich, entstehen die Preise im Kunsthandel nur zum Teil durch Angebot und Nachfrage. Die Preisgestaltung hat oft auf den ersten Blick etwas Irrationales. Einen "wirklichen" Preis für Kunst wird es wohl auch nie geben. Kauft man sich z.B. ein Auto, verstecken sich im Verkaufspreis des Händlers die Planungs- und Materialkosten, die Kosten für Transport, Personal und Zwischenhandel. Diese Preise können sehr genau kalkuliert werden. Dann schlägt der Händler noch seinen Gewinn auf den Herstellungspreis des Autos und zwar so viel, wie der Markt hergibt, d.h., die Gewinnspanne kann nur so lange ausgeschöpft werden, bis der Verkaufspreis des Modells nicht erheblich höher ist, als der eines vergleichbaren Modells der Konkurrenz. Und hier liegt auch der entscheidene Unterschied zur Kunst. Ein Konkurrenzmodell zu einem Kunstwerk gibt es nicht. Ein Bild muss im Preis nicht mit dem Bild eines anderen Künstlers konkurrieren. Vergleichbar sind nur die einzelnen Arbeiten eines Künstlers. Deshalb hat sich im Kunsthandel auch durchgesetzt, dass Kunst eines Künstlers mit einem Multiplikationsfaktor berechnet wird.
Multiplikationsfaktoren zur Berechnung von Kunstverkaufspreisen
Kostet z.B. ein Bild eines Malers mit den Maßen 100 x 200 cm DM 12.000, dann läßt sich daraus ein einfacher Faktor berechnen. Höhe des Bildes in cm + Breite des Bildes in cm x 40 = DM 12.000 Nach derselben Rechnung kostet dann ein Bild mit den Maßen 100 x 150 cm: Höhe des Bildes 100 cm + Breite des Bildes 150 cm x 40 = DM 10.000
Für jede Technik und für jeden Künstler kann so ein Faktor ermittelt werden, der allgemein für die Arbeiten eines Künstlers einsetzbar ist. Damit werden die Kunstwerke eines Künstlers untereinander vergleichbar.
Objektivierung der Kunstverkaufspreisrechnung
Um aber den Ausgangspreis für die Werke eines Künstlers festzulegen, wurde immer wieder versucht, neben der sehr subjektiven Einschätzung einiger Händler, Künstler und Kritiker ein objektives Verfahren einzuführen. Die Schwierigkeit bei der Preisfestlegung liegt darin, eine einigermaßen objektive Vergleichsmöglichkeit zwischen Künstlern derselben Generation zu finden. Man versucht deshalb, Bewertungskriterien aufzubauen und für alle Künstler zu verallgemeinern.
Capital gegen FOCUS
Seit einigen Jahren liefern sich das Wirtschaftsmagazin "Capital" und der neue Spiegelkonkurrent "FOCUS" eine verbale Schlacht um das beste Bewertungssystem für den künstlerischen Erfolg.
Für "Capital" entwickelte Willi Bongard schon vor vielen Jahren einen Kunstkompass. Hier wurde nach einem Punktsystem für jeden Künstler die Teilnahme an wichtigen Großausstellungen (documenta o.a.) und die Besprechnungen in wichtigen Kunstzeitschriften (Kunstforum u.a.) bewertet. Die für ein Jahr entstandenen Punktekonten wurden untereinander verglichen. Wer die meisten Punkte erzielen konnte, konnte auch (theoretisch) die höchsten Marktpreise fordern. In den "FOCUS"-Bestenlisten werden die bereits abgelaufenen Ausstellungen des ersten, sowie die angekündigten des zweiten Halbjahres bewertet. Anders als im "Capital-Kunstkompass" werden in der Bewertung von "FOCUS" nicht nur bereits vergangene Aktivitäten, sondern auch geplante zukünftige in die Bewertung mit eingeschlossen. Veröffentlichungen über Künstler wurden in der "FOCUS"-Liste nicht berücksichtigt. Hier kommt es nur darauf an, wie oft ein Künstler bei musealen Großausstellungen vertreten ist und in wievielen Einzel- und Gruppenausstellungen seine Werke gezeigt wurden und werden.
Bewertung der Marktsituation ist möglich
Es ist möglich, Wertungen über die Marktsituation eines Künstler nach der Anzahl der Ausstellungen und Veröffentlichungen zu treffen. Unmöglich aber ist es, eine Aussage über die künstlerische Qualität zu machen.
Wenn die Bewertungsskalen schon nicht zur Bewertung der künstlerischen Qualität taugen, so können sie trotzdem besonders jüngeren Künstlern nützlich sein. Bei der Preisfestlegung von Kunstwerken, die noch nicht regelmäßig in Galerien gehandelt werden, treten nämlich oft Probleme auf. In der Regel werden die Verkaufspreise allein nach der subjektiven Wertschätzung des Künstlers und/oder des Händlers festgelegt. Diese oft in wenigen Minuten aus dem Bauch heraus getroffene Entscheidung kann für eine Künstlerkarriere weitreichende Folgen haben.
Preisabsenkungen können sehr gefährlich sein
Ein einmal festgesetzter Preis ist sinnvollerweise nur nach oben korrigierbar. Den notwendigen Abstieg von zu hoch angesetzten Preisen haben nur sehr wenige Künstler geschäftlich überlebt. Es ist einem Sammler nur schwer begreiflich zu machen, warum ein Werk, dass er vor einigen Jahren gekauft hat, nicht im Preis gestiegen, sondern möglicherweise sogar gefallen ist. Mit Recht wird der Sammler sich betrogen fühlen, da er damals einen zu hohen, nicht marktgerechten Preis gezahlt hat. TaxSim - Das Kunstverkaufspreissimulationsprogramm
Zur Ermittlung von unverbindlichen Kunstpreis-Richtwerten haben wir das Simulationsprogramm TaxSim geschrieben. TaxSim simuliert den Kunstverkaufspreis von zweidimensionalen Kunstwerken der zeitgenössischen bildenden Kunst. In dem Computerprgramm wird versucht, neben der subjektiven Wertschätzung auch objektivere Bemessungsgrundlagen zu berücksichtigen. Im Gegensatz zu den Bewertungsmodellen von "FOCUS" und "Capital" wird keine Aussage über den Stellenwert des Künstlers oder sogar über seine Qualität getroffen. Es wird nur versucht, einen Richtwert für eine Preisgestaltung vorzuschlagen.
66 Fragen wollen beantwortet werden
Das Programm zur Ermittlung eines unverbindlichen Richtwertes benötigt Informationen über den Künstler und über das zu taxierende Werk.
Das Programm stellt dazu Fragen:
1. zum Werk 2. zum Künstler 3. zur Ausstellungsaktivität 4. zur Medienpräsenz
In die Berechnung des unverbindlichen Richtpreises fließen subjektive und objektive Werte ein. Zu den objektiven Maßstäben gehören z.B. die Fragen nach der Größe des zu taxierenden Werkes und nach der Technik. Zu den subjektiven Größen gehören z.B. die Bewertung der Qualität des Werkes im Vergleich zu anderen ähnlichen Werken des Künstlers. Das Programm stellt bis zu 66 Fragen.
In aufwendigen Rechenoperationen werden die Daten untereinander verglichen und in unterschiedlicher Stärke zugeordnet. Um eine realistische Markteinschätzung des Künstlers zu erhalten, interessiert sich das Programm nicht nur für das Alter des Künstlers und für seine Ausbildung, sondern es fragt auch nach den Jahreseinnahmen durch Kunstverkäufe und nach den Einnahmen durch kunstfremde Tätigkeiten. In die Berechnung fließt auch ein, ob der Künstler Mitglied der Künstlersozialkasse und der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst ist. Bei Mitgliedern der Verwertungsgesellschaft wird sogar nach der Höhe der letzten Ausschüttung gefragt. Bei den Fragen zu Ausstellungsaktivitäten unterscheidet das Programm sieben verschiedene Ausstellungsarten und fragt nach der Anzahl der Präsentationen. Der Medienpräsenz wird ebenfalls eine große Bedeutung zugemessen. Ziel aller Fragen ist es, eine möglichst realistische Einschätzung des Künstlers und des zu taxierenden Werkes anzufertigen
Eine Simulation ist kein Gesetz
Natürlich ist der Preisvorschlag für das Kunstwerk nur ein Richtwert. Der Vorschlag soll als Grundlage für die eigene Preisgestaltung von Künstlern dienen.
TaxSim ist ein Public-Domain-Programm
Das Public-Domain-Programm kann frei kopiert und verbreitet werden. Dabei ist zu beachten, dass es nicht verändert und nicht verkauft werden darf. Das Programm läuft unter DOS (ab MS-DOS 3.3) und natürlich im DOS-Fenster auch unter Windows 95/98/2000 auf PCs. Es stellt keine besonderen Ansprüche an die Graphikkarte und an den RAM-Speicher.
So starten Sie TaxSim
TaxSim erhalten Sie als selbstentpackende Datei (TaxSim.exe). Nach dem Entpacken rufen Sie das Programm mit TAX auf. TaxSim ist ein DOS-Programm! Es läuft im DOS-Fenster auch unter Windows 95/98/2000.
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